Günstig übernachten …

Ferienwohnung

 www.apartmentbamberg.de

 

… mitten in Bamberg

Home
Apartment I
Belegungsplan I
Apartment II
Belegungsplan II
Lage
Bamberg
Preise
Last Minute
Bewertungen
Buchung
Kontakt
Ferienhaus

 

Spaziergang durch Bamberg

 

Ich beschreibe hier einen Spaziergang, den ich selbst gerne mache, wenn ich Freunden meine Stadt zeigen will. Ein paar Ecken und Tipps, die nicht in jedem Reiseführer zu finden sind, aber auch die klassischen Hauptattraktionen liegen natürlich auf diesem Rundgang.

Wir starten von der Ferienwohnung aus in Richtung Karmelitenkloster. Ein Blick in den Klosterladen mit viel Atmosphäre lohnt sich, schon hinsichtlich der Souveniers, die man vielleicht mitnehmen möchte. Auf jeden Fall lohnt sich der Blick in den spätromanischen Kreuzgang aus dem 14. Jahrhundert. Einfach den Weg am Klosterladen vorbei weitergehen und schon scheint man in einer anderen Welt zu sein, um Jahrhunderte zurückversetzt.

Auch die barocke Karmelitenkirche ist hier sehenswert.

Setzen wir den Weg fort, der Straße Am Knöcklein folgend treffen wir unten am Knick auf das asiatische Restaurant Koi und die hervorragende Konditorei Emmie. Vielleicht gleich schon mal ein Stückchen Torte als Stärkung naschen?

Schräg gegenüber von Emmie, Gartenstraße 2, verkauft ein Bamberger Gärtner immer Mittwoch und Samstag vormittags in seinem Hauseingang Obst und Gemüse aus der Region bzw. dem eigenen Garten. Unbedingt vormerken, falls Sie da Bedarf haben!

Folgt man der Gartenstraße um die nächste Ecke, kommt man am Ende zu einem Fachwerkschlösschen in einem verwunschenen Garten – hier befindet sich das wohl kleinste Theater der Welt, das Brentano-Theater von Martin Neubauer. Ein hoher Kulturgenuss der besonderen Art – Karten müssen aber frühzeitig vorbestellt werden.

Wenden wir uns zurück in Richtung Dom. Hier liegt der Rad- und Fußweg durch den Domgrund vor uns. Auf der linken Seite finden sich an einer Mauer wunderbare Graffitis von Studierenden der Kunstdidaktik.

Rechter Hand liegt ein schattiger Spielplatz, wunderbar eingefügt in den alten Baumbestand. Weiter geht es mitten durch die grünen Gärten zu beiden Seiten bis zum Hinteren Bach, der dann in den Vorderen Bach mündet.

Der Name der Gassen soll der Überlieferung nach daher kommen, dass die Domglocken bei dem Brand von 1185 geschmolzen und wie ein Bach durch diese Gassen gelaufen seien. Eine andere Mutmaßung zur Namensgebung ist die Existenz eines wirklichen Baches zu früheren Zeiten. Dafür spricht auch, dass es im Gewölbekeller des alten Anwesens Vorderer Bach 7 eine heute noch sprudelnde Quelle gibt.

Gehen wir von hier aus die alte Kopfsteingasse bergan, gelangen wir direkt zum Dom. Über dessen Geschichte und Besonderheiten wird in Reiseführern etc. ausreichend geschrieben. Hier nur soviel: entdecken Sie an der Domdecke die Teufelsfratze mit herausgestreckter Zunge? Angeblich ein Bildnis des damaligen Bischofs, gegen den die unterbezahlten Handwerker und Maler etwas Rachsucht verspürten. Vor allem vom Bischofsstuhl aus gut zu sehen…

Neben dem Dom befindet sich die Alte Hofhaltung, vielen sicher aus Filmen wie z.B. Die drei Musketiere bekannt. Wahrhaft eine traumhafte Kulisse – für die eigene Phantasie wie für die Filmwelt oder auch Theateraufführungen: Jedes Jahr im Juli finden hier die Caldéron-Festspiele des ETA-Hoffmann-Theaters statt.

Gegenüber steht das prächtige Gebäude der Neuen Residenz mit Staatsgalerie, Staatsbibliothek, Kaisersaal und weiteren Prunkräumen. Hier findet sich auch der Eingang in den wunderbaren Rosengarten. Bewundern Sie die Blumen und vor allem den Ausblick über die alten Dächer Bambergs!

Wir verlassen schließlich den Domplatz in nordöstlicher Richtung, die Treppen hinab zum Katzenbuckel. Hier bieten einige Restaurants typisch fränkische Küche in rustikaler Atmosphäre. Das Essen ist gut und auf die Wünsche der Touristen zugeschnitten. Unten am Katzenbuckel treffen wir auf die Sandstraße. Nach links finden sich kleine, individuelle Läden sowie die Kneipenszene der Stadt. Wenden wir uns nach rechts, treffen wir auf das bekannte Schlenkerla. Diese Brauerei ist für sein Rauchbier weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Der Bamberger trinkt bei gutem Wetter gerne sein Schlenkerla im Stehen vor der Gaststätte – hier trifft man sich. Für Ungeübte ist der rauchige Geschmack des Bieres allerdings meist gewöhnungsbedürftig. Hier lautet der Rat: trink mindestens 3, ab dann schmeckts! Oder: langsame Eingewöhnung mit dem milderen Rauchbier der Brauerei Spezial oder Weiherer. (Lesen Sie hier mehr über Rauchbier in Bamberg)

Gehen wir die Straße weiter und halten uns links, kommen wir über die Untere Brücke. Die Brücke führt parallel zur Oberen Brücke über die Regnitz, die hier die Domstadt von der bürgerlichen Innenstadt trennt. Die Untere Brücke ist inzwischen zu einem beliebten Treffpunkt der Bamberger Studenten geworden. Hier sitzt man in der Sonne, trifft sich, schleckt ein Eis oder trinkt (unerlaubterweise) etwas zusammen. Und man hat den schönsten Blick auf das malerische Klein Venedig.

Weiter geradeaus, nach Überquerung der Langen Straße, gelangt man in die Austraße. Hier hat sich eine beliebte Flaniermeile entwickelt mit kleinen Geschäften und jede Menge guter Cafés. Hier lässt sich auch hervorragend frühstücken, z.B. im etwas versteckt liegenden Hofcafé.

Am Ende der Austraße befindet sich die Spaghetteria Orlando (Hunger? - sehr gute Pasta und Antipasti!) und dahinter der Eingang in den Innenhof des ehemaligen Jesuitenkollegs. Auch dies ein wunderbarer Ort mit einem nahezu magisch anmutenden, sehr alten Schwarznussbaum in der Mitte.

Durch die Jesuitengasse gelangen wir zum Grünen Markt in der Fußgängerzone. Hier gibt es jede Menge Obst- und Gemüse-Marktstände, Bio-Produkte, Blumen etc. Auch der bekannte Gabelmann befindet sich hier: ein barocker Brunnen mit Neptun in der Mitte. Rund um den Brunnen laden Sitzsteine zum Verweilen ein – was von den Bambergern gerne genutzt wird.

Kreuzen wir wieder die Lange Straße, gelangen wir über den Obstmarkt auf die Obere Brücke. Auch hier reihen sich die Cafés und Restaurants aneinander und verlocken zum Einkehren. Hier kann man sitzen, den Ausblick auf Regnitz, das Alte Rathaus und die vorbeiflanierenden Menschen genießen – es wird nicht langweilig!

Das Alte Rathaus ist natürlich einige Betrachtung wert. Angeblich wurde es mitten im Fluss erbaut, weil der Fürstbischof den Bürgern keinen Grund für den Bau zu Verfügung stellen wollte. Köstlich sind die Fresken am Rathaus aus dem Jahre 1755. Achten Sie auf das Engelsbein, das auf der einen Seite plastisch hinabhängt und suchen Sie die Frau mit den vier Brüsten auf der anderen Seite!

 

Wandern wir weiter durch die Altstadtgassen zurück zu unserem Kaulberg. Hier steht linker Hand die Kirche Obere Pfarre. Auffällig ist hier der etwas eigenartige Aufbau oben auf dem Turm, der nicht so recht zu passen scheint. Hier war vom 1478 bis 1926 der „Türmer“ untergebracht, der bei Feuer in der Stadt Alarm zu schlagen hatte.

Nach der Oberen Pfarre gelangen wir links über den Schulplatz in die Untere Seelgasse. Dieser folgend kommen wir am Oberen Stephansberg heraus. Dort gehen wir ein Stück (ca. 30 m) nach rechts, dann biegen wir links ab in die Sternwartstraße. Diese führt geradewegs zum Spezial-Keller – Bambergs schönster Biergarten mit herrlichem Blick über die Stadt, feinem Rauchbier und herzhaften Brotzeiten. Der richtige Platz zum Ausruhen nach der Runde durch die Stadt!

Bamberg hat natürlich noch viel mehr zu bieten. Ich wünsche Ihnen viel Muße und Spaß beim Entdecken und genießen!

 

Home ] Nach oben ]

Stand: 04. Februar 2017